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So vermasselst Du Dein Bewerbungsgespräch in 10 Schritten

Jobwelt-Coaching #blog

Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck!

Solange man nicht jemanden kennt, der jemanden kennt, bleibt es einem nicht erspart. Manche dauern länger, manche kürzer. Es sind auf jeden Fall immer mindestens zwei Menschen im Raum: Du und eine andere, fremde Person. Selten oder nie passiert es am Wochenende, und wenn man sich nicht an bestimmte Regeln hält, kann es auch mal so richtig schiefgehen: das Bewerbungsgespräch.

Millionen Menschen unterziehen sich täglich diesem Prozess – Auswahlverfahren, Assessment-Center, Eignungstests, Vier-Augen-Gespräche, knifflige Fragen. All das gehört zum Bewerbungsprozess dazu. Normalerweise hört man, wie man sich am besten darauf vorbereitet. Doch wir machen es heute anders. Wir verraten Dir, wie Du in zehn Schritten ganz bestimmt Dein Bewerbungsgespräch vermasselst.

Schritt 1 – Der Termin ist unwichtig

Hier gibt es mehrere Möglichkeiten, wie Du bezüglich Termin danebengreifen kannst: Verschlafe den Termin und lasse Dich anrufen, wo Du denn bleibst.
Komme total abgehetzt und fertig zum Termin, sei außer Atem.
Gehe am Vortag weg und zeige Mut zu Augenringen.

Schritt 2 – Das Outfit muss Dir gefallen, nicht denen

Auch hier sind die Optionen schier grenzenlos:
Zieh Dich als Frau sehr figurbetont und aufreizend an.
Als Mann kannst Du Dich ebenfalls figurbetont anziehen, z.B. in engen Lederhosen. Informiere Dich vorher nicht über die Kleidernorm in der Branche.
Zeig Deine Individualität durch ein sehr extravagantes Outfit.

Schritt 3 – Vorabinformation ist was für strebsame Menschen

Worum geht’s beim Unternehmen? Wofuür steht es? Was wäre Deine Arbeit?
Informiere Dich nicht, oder so wenig wie möglich.
Beantworte die Frage „Was wissen Sie über unser Unternehmen?“ mit „Woher soll ich das wissen?“
Sei Dir nicht im Klaren, welche Aufgaben die ausgeschriebene Stelle beinhaltet.

Schritt 4 – Lücken im Lebenslauf

Die Lücken sprechen für „ich hatte Spaß“. Diese Einstellung solltest Du vermitteln. Das zeigt nämlich, dass Du wahrscheinlich nicht lange im Unternehmen bleiben wirst/kannst, da Du es nicht lange irgendwo aushältst. Längerfristige Ziele sollen doch die anderen haben, wozu dann auch noch Du?

Schritt 5 – Keine Fragen hat auch was

Wenn Du schon Schritt 3 konsequent verfolgt hast, dann bist Du bestens vorbereitet für Schritt 5. Denn wer sich nicht vorbereitet hat, kann auch keine sinnvollen Fragen stellen. Schweige

deshalb und frage einfach nichts. So kannst Du zwar nichts richtig, aber immerhin auch nichts falsch machen. Vielleicht wirkst Du so auch noch zusätzlich geheimnisvoll.

Schritt 6 – Andere Ziele, als der Job mit sich bringt

Wenn der Job viele Einbußen im Privatleben mit sich bringt, erzähle am besten von Deiner Kinder- und Familienplanung. Davon, dass Du Dir am liebsten mit Deinem ersten Gehalt von dem Job den Familienbus für Deine fünf Wunschkinder kaufen würdest. Oder sage, dass Du planst, in einem Jahr eine Weltreise zu machen. Sage noch dazu, dass Du also das Geld gut gebrauchen könntest.

Schritt 7 – Keine Selbstreflexion hat auch was

Wenn Du gefragt wirst, was Deine Schwächen sind, sage einfach „ich habe keine“. Gleiches gilt für Deine Stärken. Es kommt bestimmt gut an, wenn man merkt, dass Du Dich mit Dir selbst gar nicht auseinandersetzt. Eventuell denkt die Firma dann ja, dass Du Dich mehr um andere, als um Dich selbst sorgst. Wohl eher nicht.

Schritt 8 – Lass Störquellen zu

Smartphone bitte auf laut stellen, damit Du auch wirklich schnell antworten kannst, wenn Hollywood Dir eine WhatsApp. Wenn Du einen Kaugummi mithast, bitte unbedingt während des Gesprächs wild darauf herum kauen. Klicke mit einem Kugelschreiber und wippe wild mit den Beinen. Solltest Du mit Blick zum Fenster sitzen, lasse Dich von allem ablenken, was vorbeifliegt, oder geht oder fährt.

Schritt 9 – Unrealistische Selbstdarstellung

Sag Dinge, die man Dir einfach ansieht, dass sie nicht stimmen können. Wenn Du Anfang 20 bist, erwähne, wie viele Firmen schon Dir gehören. Oder prahle mit Deiner langjährigen Berufserfahrung als AbiturentIn. Sage, dass Du immer alles perfekt machst, das wirkt bestimmt realistisch und authentisch.

Schritt 10 – Pfeif auf die Körpersprache: Lass Dich gehen

Körpersprache ist frei erfunden, also lümmle am Tisch, gähne und schau gelangweilt, was das Zeug hält. Fühle Dich, als wärst Du in Deinem Wohnzimmer.

Achtung: wir wollen Dich nicht in die Irre führen! Wir wollen weiterhelfen. Hier die „Auflösung“, wie man seine Chancen erhöht, ein Bewerbungsgespräch souverän zu meistern.

1. Der Termin

Pünktlichkeit ist das A und O! Notiere Dir den Termin gut und stelle sicher, dass Du Dich bereits eine viertel Stunde vor dem Gespräch in unmittelbarer Nähe der Firma befindest. So kannst Du noch mal tief durchatmen, Dein Aussehen und Dein Outfit checken. Unmittelbar vorher am besten keinen Kaffee oder Energy-Drink trinken.

2. Das Outfit

Es gibt je nach Branche einen anderen Dresscode. Als Anwalt/Anwältin wirst Du wohl im Kostüm bzw. im Anzug zum Gespräch erscheinen müssen. Wenn Du mit Kindern arbeitest, wirst Du Dich wohl eher etwas lockerer kleiden. Was aber nicht heißt, dass Du im Freizeitoutfit auftauchen sollst. Auf jeden Fall gut wäre, wenn Du weißt, wie die Leute dieser Branche oder sogar Firma sich in etwa geben, kleiden und stylen.

3. Sich vorab informieren

Wenn Du Dich für eine Stelle bewirbst, musst Du Dich im selben Zug natürlich auch über die Firma informieren: Was macht sie? Wofür steht sie? Wie ist die Struktur? Welche Daten und Fakten gibt es? Welche Abteilungen? Warum genau diese Firma für Dich? Du musst zwar nicht die Homepage auswendig lernen, aber umso mehr Du weißt, desto weniger kann Dich eine Frage überraschen.

4. Gute Vorbereitung

Lücken im Lebenslauf sind nicht schön, sie sind auch nicht förderlich. Doch wenn Du Dich zumindest gut vorbereitest und begründen kannst, woran diese liegt, dann hast Du schon Mal einen großen Pluspunkt gesammelt. Sonst könntest Du schnell den Eindruck erwecken, dass Du die Arbeitswelt nicht allzu ernst nimmst.

5. Stelle Fragen

Hier spielt der vierte Punkt ein wenig mit rein. Um gute und sinnvolle Fragen zu stellen, musst Du Dich auf das Gespräch vorbereiten. Wenn Dir keine einfallen sollten, dann solltest Du Dir überlegen, ob der Job oder die Firma passend sind. Denn irgendwas gibt es immer, was man noch nicht weiß und gerne wissen würde. Also: Ran an die Fragen! Stelle aber keine Fragen, bei denen man merkt, dass Du sie „erzwungen“ hast.

6. Identische Ziele

Wenn das Unternehmen für die nächsten Jahre jemanden sucht, den sie sukzessive aus- und weiterbilden möchte, dann ist es so oder so keine gute Idee, eigentlich ganz andere Pläne zu haben. Auf keinen Fall sollten Deine Pläne mit dem Job konkurrieren.

7. Sei Dir Deines Selbst bewusst

Kennst Du Deine Stärken und Schwächen wirklich? Jeder Mensch hat sie und sollte sie kennen und dazu stehen. Versinke dabei weder in Selbstlob noch in Selbstmitleid. Beides ist weder notwendig noch angebracht. Überlege Dir Schwächen und Stärken die den Job betreffen, die aber auch wirklich zutreffen. Über- und untertreibe dabei nicht.

8. Absolute Konzentration

Das Smartphone ist beim Gespräch am besten außer Sichtweite (Tasche oder Jacke), jedenfalls auf lautlos, es vibriert auch nicht, niemals! Kaugummi gerne vor oder nach der Vorstellung, aber auf keinen Fall währenddessen. Der Fokus liegt beim Gegenüber und nicht sonst wo. Es gibt keinen Ort während dieser Stunde, an dem Eure Gedanken wichtiger sind als in dem Raum, in dem Ihr Euch gerade befindet.

9. Authentisch sein

Du bist wer Du bist und kannst kein anderer Mensch sein. Alles, was Du erfindest, wird Dir irgendwann auf den Kopf fallen. Deshalb: Mache die beste Version aus Dir. Hebe ruhig Deine wahren Erfolge hervor, aber prahle nicht oder übertreibe. Sei so, wie Du Dich auch noch Wochen später mit gutem Gewissen vertreten würdest. Sei vor allem so, dass Deine Selbstdarstellung zu Deiner Arbeitsleistung passen würde, sollte man Dich einstellen.

10. Strahle aus, was Du bewusst willst

Körpersprache sollte Dir in einem so wichtigen Moment nicht passieren. Diese solltest Du bewusst steuern. Absolute No-Gos: Gähnen, lümmeln, nervös wippen, fuchteln etc., Hände verschränken, sich zu weit vor- oder zurücklehnen, Hände hinter den Kopf geben. Eine aufrechte Körperhaltung ist ein Muss! Der Blick ist interessiert und anwesend!

Viel Erfolg beim Bewerbungsprozess!

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